Ungarndeutsche bei Budapester Minderheitenfestival unter sich

Vor allem Freunde der ungarndeutschen Kultur kamen beim diesjährigen Budapester Minderheitenfestival auf ihre Kosten. Der Franz-Liszt-Platz vor der Ady-Statue im sechsten Budapester Stadtbezirk bot eine wundervolle Kulisse für Volkstänzer und Kulturgruppen.

Der Umzug zum Auftakt des Festivals begann vor dem Sitz des Budapester Deutschen Kulturvereins in der Nagymezô utca 49. Begleitet vonheinem Polizeiwagen, zogen die Kulturgruppen mit viel Musik durch die Nagymezô-Straße und über die Andrássy-Allee bis zum Veranstaltungsort. Der Vorsitzende des Kulturvereins und des St. Gerhardswerks Ungarn Wendelin Hambuch begrüßte in- und ausländische Zuschauer sowie die ungarndeutsche Volkstanzgruppe und die Blaskapelle aus Neuhartian unter Leitung von Anton Lauter und die Volkstanzgruppe aus Berzel. Die Kulturgruppen sorgten von 11 bis 13 Uhr für ein buntes Programm. Die Blaskapelle erntete mit ihrer flotten Musik großen Beifall. Einen beachtlichen Erfolg verbuchten auch die Volkstänzer aus Neuhartian mit ihren schwungvollen Tänzen. Sehr gut schnitten auch die Volkstänzer aus Berzel in ihren Originaltrachten ab.

Das erste Minderheitenfestival fand 1993 unter dem Namen Europäisches Kulturfestival statt, so Hauptorganisator Hambuch gegenüber NZ. Damals waren alle 13 Minderheiten des Landes vertreten, heute nehmen leider nur noch ungarndeutsche Gruppen teil. Hambuch würde es begrüßen, wenn nächstes Jahr mehr Schaulustige kämen und auch mehr Gruppen in das Festival selbst miteinbezogen werden könnten. Im übrigen vermißte er Vertreter der deutschen Selbstverwaltungen.

Neue-Zeitung 52. Jahrgang Nr. Budapest, 29. August. 2008

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